Jesse weiß Bescheid
So viele Menschen, so viele Wünsche. Das gilt auch für die Art und Weise, wie Menschen ihre nachhaltige Energieversorgung gestalten. Heute ist unser Monteur Jesse zu Besuch bei Wellness Wilma. Familie und Freunde nennen sie so, weil sie fast jeden Abend stundenlang in ihrem Home-Spa verbringt. Wilma hat einen Whirlpool, eine Sonnenbank und eine Infrarotsauna:
„Alles absolut essenziell für mein Wellnessprogramm, oder etwa nicht?“
Wellness Wilma hat (noch) keine Solaranlage. Aber ihre monatlich steigende Stromrechnung findet sie inzwischen, na ja … sagen wir: mehr als genug.
Deshalb hat sie ein paar konkrete Fragen an Jesse:
- Wie kann ich meine Stromkosten senken?
- Lohnt es sich für mich überhaupt noch, Solarmodule anzuschaffen?
- Und welchen Mehrwert hätte eine Batterie in meiner Situation?
Wir zeigen Ihnen, warum Wellness Wilma am besten auf einen dynamischen Stromtarif umsteigen sollte, und was eine Hausbatterie für sie bedeuten kann. Lesen Sie mit!
Schritt 1: Verbrauch modellieren
Wenn wir uns anschauen, wie Wilma ihre Wellness-Einrichtungen nutzt, fällt schnell etwas auf. Jeden Abend, wenn sie gegen 17 Uhr von der Arbeit nach Hause kommt, schaltet sie ihren Whirlpool ein („erst mal schön vom Tag entspannen, oder?“). Etwa eine Stunde später ist das Wasser warm, dann steigt sie ein und kommt erst gegen 21 Uhr wieder heraus („danach bin ich wie ein Regenwurm, komplett zerknittert, herrlich!“).
Das sind natürlich sehr teure Stromstunden: Abends nach dem Essen ist ganz Deutschland zu Hause, der Geschirrspüler läuft und der Fernseher ist an.
Wilmas gesamter Stromverbrauch liegt bei 5.500 kWh pro Jahr. Davon entfallen 1.500 kWh allein auf den Whirlpool!
Schritt 2: Verschiedene Szenarien durchrechnen
Um Wilma bestmöglich beraten zu können, rechnet Jesse mehrere Szenarien durch.
In Szenario 2a betrachtet er, was passiert, wenn sie ausschließlich Solarmodule installiert. Szenario 2b zeigt die Auswirkungen der Kombination aus Solarmodulen und einer Heimbatterie, während Szenario 2c die Situation darstellt, wenn Wilma sich nur für eine Heimbatterie entscheiden würde.

2a: Solarmodule
In diesem Szenario installiert Wellness Wilma 10 Solarmodule auf ihrem Dach. Der jährliche Ertrag liegt bei etwa 4.000 kWh. Genug, um einen großen Teil ihres Stromverbrauchs abzudecken.
Die Anlage bringt ihr rund 672 € pro Jahr ein. Bei einer Investition von ca. 5.000 € ist das auch nach dem Ende der Einspeisevergütung noch absolut sinnvoll. Allerdings liegt der Eigenverbrauch trotz der 4.000 kWh Jahresertrag nur bei 33 %, was kein besonders beeindruckender Wert ist.
(*) Dabei gehen wir davon aus, dass es nach dem Ende der Einspeisevergütung im Jahr 2027 keine Vergütung für eingespeisten Strom mehr gibt. Das ist zwar noch nicht sicher, aber bei einem dynamischen Tarif gibt es ohnehin keine Einspeise-Strafgebühren. Genau darauf kommen wir gleich bei der Batterie zurück.
In Solar Monkey schauen wir uns außerdem an, wann Wilmas Solarstrom erzeugt wird. Sehr übersichtlich sieht man dort, wie sich die Erzeugung zum eigenen Verbrauch verhält. Leider zeigt sich: Der große Verbrauchspeak durch den Whirlpool liegt außerhalb der Solarstrom-Erzeugung.
Das ist schade. Tagsüber muss Wellness Wilma den erzeugten Strom ins Netz einspeisen (und bekommt dafür künftig vermutlich wenig). Abends hingegen muss sie teuren Strom aus dem Netz beziehen. Genau das will sie ja vermeiden („Ich sehe vielleicht jeden Abend aus wie ein Regenwurm, aber mit meinem Geld streite ich mich nicht!“). In diesem Szenario liegt Wilmas Autarkiegrad außerdem nur bei 24 %, also stammen nur 24 % ihres Strombedarfs aus eigener Erzeugung. Das geht besser. Deshalb schaut sich Jesse im nächsten Schritt die Kombination aus Solaranlage und Heimbatterie an.



2b: Heimbatterie
Was passiert, wenn Wilma zusätzlich eine Heimbatterie installiert? Mit einer 5-kWh-SigenStor-Batterie verdoppelt sich ihr Autarkiegrad von 24 % auf 51 %. Auch der Eigenverbrauch steigt deutlich, von 33 % auf 70 %!
(Mehr zum Unterschied zwischen Eigenverbrauch und Autarkie erklären wir in diesem Artikel.)
Das ist logisch: Die tägliche Whirlpool-Session kann nun größtenteils aus der Batterie gespeist werden. Teurer Netzstrom am Abend wird dadurch vermieden.
Natürlich empfiehlt Jesse ihr zusätzlich einen dynamischen Stromtarif, sodass die Batterie immer dann geladen wird, wenn Strom besonders günstig ist (neben dem kostenlosen Solarstrom), und zu teuren Zeiten wieder entlädt, zum Beispiel während der abendlichen Whirlpool-Nutzung.
2c: Nur eine Batterie
Und was wäre, wenn Wilma nur eine Batterie installiert? Auch dann kann sie sparen: 226 € pro Jahr im Vergleich zu heute. Allerdings zahlt sie weiterhin relativ viel für Strom was wiederum auf Dauer rausgeworfenes Geld ist(„lieber nicht, ich arbeite hart für mein gutes Geld“).
Gerade die Kombination mit Solarmodulen macht den großen Unterschied. Gut also, dass Jesse dieses Szenario durchgerechnet hat. Empfehlen würden wir es jedoch nicht.
Schritt 3: Vergleich der Optionen
Um Wellness Wilma die verschiedenen Optionen möglichst übersichtlich darzustellen, vergleicht Jesse die Ergebnisse in einer klaren Gesamtübersicht. So kann er ihr die bestmögliche Empfehlung geben.
Wir sehen, dass Wilma 672 € pro Jahr bei ihrer Stromrechnung sparen kann, wenn sie 10 Solarmodule installiert. Dafür ist eine einmalige Investition von etwa 5.000 € nötig. Alternativ kann Wilma sich für eine Finanzierung entscheiden. Inklusive Rückzahlung kostet sie das rund 700 € pro Jahr. Unterm Strich ist das fast kostenneutral, und anschließend spart sie viele Jahre lang 672 € jährlich.
Ein echtes gutes Geschäft!
Entscheidet sie sich zusätzlich für eine 5-kWh-Heimbatterie, sinkt ihre Stromrechnung noch weiter. Die Investition ist zwar höher (9.000 € statt 5.000 €), dafür steigt ihr Eigenverbrauch auf 70 % und ihre Autarkie auf 51 %. Das bringt ihr eine jährliche Ersparnis von 883 €. Und auch hier gilt: Sobald die Investition abbezahlt ist, profitiert sie noch viele Jahre von fast 900 € weniger Energiekosten pro Jahr. Das ist doch echte Wellness – auch fürs Portemonnaie! 😉

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